BOLIVIEN: Titicacasee bis Salar de Uyuni

 

 

 

Titicacasee

Als Kind noch leicht beschämt und wegen des Namens kichernd… verhält sich das dann in Bolivien doch anders. Die Einheimischen legen großen Wert auf die Aussprache, denn die Betonung sollte auf einem kehlig klingenden „Caca“ liegen.

Die Beschreibung des Titicacasees beeindruckt zwar in Worten „höchstgelegenes (3812 Meter) beschiffbares Gewässer der Welt“, jedoch waren wir uns einig, dass es auch bei uns daheim spektakuläre Seen gibt.

Dennoch verbrachten wir entspannte Tage auf dem Festland in Copacabana und der größten Insel im Titicacasee – der Isla del Sol.

Hier kann man sich die Zeit mit Wanderungen vertreiben. Landschaftlich weiß die Insel wahrscheinlich zu einer anderen Jahreszeit mit saftigem Grün besser zu beeindrucken. Uns zeigte sie sich eher karg, aber dennoch mit schönen Ausblicken.

Die autofreie und ruhige Zeit tat richtig gut. Besonders schön fanden wir auch, dass die Insulaner noch sehr ursprünglich leben. Die meisten sind Selbstversorger, pflanzen und ernten also ihr Gemüse mühsam, wie bei uns vor 100 Jahren, auf den steilen Inkaterrassen und halten Nutztiere. Das beinhaltet allerdings auch, alle Güter mit dem Maultier auf steilen Wegen zu transportieren und die Wäsche mit der Hand zu reinigen.

 

 

 

La Paz

Quirlig und mystisch (Hexenmarkt: Wofür die getrockneten Lamas wirklich sind, wissen wir nicht.) ging es in La Paz, der Verwaltungshauptstadt Boliviens, auf 3640 Metern weiter. Um das Chaos irgendwie zu bändigen, ist 2014 ein beachtliches Seilbahnnetz erbaut worden. Mit den komfortablen Doppelmayr-Gondeln lässt sich die Stadt, welche sich weit über die umliegenden Berghänge erstreckt, gut erkunden. Von den höher gelegenen Stadtteilen aus kann man in der Ferne die noch höheren schneebedeckten Gebirgszüge der Anden ausmachen.

 

Death Road

Die Yungas-Straße, die bis 2007 die einzige Verbindung zwischen La Paz und dem Amazonas-Gebiet gewesen ist, trägt nun als gefährlichste Straße der Welt den Beinamen Todesstraße.

Gut vorstellbar, dass die armen Fahrer einen wirklich wachsamen Schutzengel benötigt haben, um hier unfallfrei durchzukommen. Es geht in den Kurven hunderte Meter weit ungesichert in den Abgrund und an vielen Stellen passen keine zwei Fahrzeuge nebeneinander.

Inzwischen ist die Death Road fast komplett für den Autoverkehr gesperrt und auch wesentlich besser gesichert.

Eine riesen Gaudi von 4670 bis auf 1200 Meter die Schotterpiste hinunterzuheizen. Interessant, wie sich Klima und Vegetation mit den Höhenmetern nach und nach verändern.

 

 

 

Salar de Uyuni

Hier möchte ich mich wirklich kurz fassen, weil alle Versuche, diese einzigartige Umgebung zu beschreiben, der Schönheit und Verrücktheit dieser Region nicht gerecht werden können.

Wir waren abwechselnd sprachlos, ungläubig, euphorisch, beseelt…

Die Salar de Uyuni ist mit 10.000 Quadratkilometern die größte Salzpfanne der Erde und erstreckt sich von Bolivien bis nach Chile. Neben der spiegelglatten Salzoberfläche gibt es viele Lagunen, die stellenweise bis zu 25.000 pinke Flamingos beheimaten, und weitere felsen-, farben- oder kakteendurchzogene atemberaubende Abschnitte.

 

 

 

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